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Museum des Hopfenanbaues, Zatec

The HOP MUSEUM D as Museum des Hopfenanbaues ist in der ehemaligen Lager- und Verpackungshalle integriert. Aus 2.500 m² Ausstellungsfläche wird die Zeitentwicklung des Hopfenanbaues von seinen Anfängen im frühen Mittelalter bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts belegt.
Das Gebäude, in dem sich die Sammlung befindet, ist gleichzeitig ein technisches Museum und außerdem ein Beispiel der industriellen Architektur des ausgehenden 19.Jhdt. in der Stadt des berühmtesten Qualitätshopfens.
I m Eingangsraum des Museums im Erdgeschoß werden wir an die längst vergangene Hopfenanbautradition in Böhmen (Text von t. Hajek im Herbarium P.O.Mattiolih 1562), an die Hauptangebaugebiete in Böhmen(Saaz, Ustek,Trsice) und an die Bedeutung der natürlichen Bedingungen für den Anbau des Hopfens mit bester Qualität erinnert.
Im ersten Stockwerk sind Zeugnisse aus der Anfangszeit des Hopfenanbaues und des Hopfenpflückens ausgestellt. Eine archäologishe Karte, die Fundorte von Hopfenresten aus vor- und frühzeitlichem
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J.Cerny 1517 I m ersten Stockwerk sind Zeugnisse aus der Anfangszeit des Hopfenanbaues und des Hopfenpflückens ausgestellt.
Eine archäologische Karte, die Fundorte von Hopfenresten aus vor-und frühzeitlichem Anbau zeigt,präzisiert die bisherigen Erkenntnisse über den Anbaubeginn, ebenso wie die Bildreproduktionen des Hopfens im ältesten Herbarium (Hortus sanitatis, Cerny, Fuchs,Bock,Hajek u.a.).
D ie Hopfenanbaumethoden sind aus Zeichnungen und Stichen des gebürtigen Schlesiers Jan Willenberg ersichtlich. Dort sehen wir, daß der Hopfen in diesen Zeiten in Gärten und Feldern angebaut wurde. Die Unzahlt von Stangenanhäufungen macht auch auf das Ausmaß des tchechischen Hopfenanbaues im 16.Jhdt. aufmerksam. Zatec - Willenberg 1611
I n diesem Abschnitt der Ausstellung wird eine Vergrößerung eines bisher unbekannten kolorierten Holzstiches von Willenberg der Stadt Saaz aus dem Jahre 1611 mit lateinischem und tschechischem Text mit der Bezeichnung “Lupuleta-Hopfengarten” gezeigt. Dieser Holzstich ist im Verchleich mit der im Kloster Strahov angelegten Zeichnung vollständinger und erfaßt die Abschnitte, die in der Strahover Vedute fehlen, und ist verhältnismäßig umfangreicher. Der Text bezieht sich auf eine Chronic von Hajek aus Libocany.
S eit dem 16.Jhdt. gibt es bedeutende Quellen von Informationen über den Hopfenanbau. Sie enthalten wirtschaftliche Instruktionen für Angestellte auf den Bauernhöfen, meistens mit Kapiteln über Hopfenzüchtung. Trocknung, Lagerung und selbstverständlich auch Aufsätze über die Bierherstellung. In der Zeit vor dem Bila Hora sind die schriftlichen und gedruckten Zeugnisse meist in tschechischer Sprache.Nach dem Dreißigjährigen Krieg ist im Zusammenhang mit Eigentumsveränderungen, mit dem Eintreten fremder Obrigkeit und mit der habsburgischen Zentralisation, die tschechische Sprache rasch verschwunden -tschechisch schreiben und drucken(auch in der Fachliteratur) hat aufgehört.
A usnahmen waren die vom Jesuiten Krystof Fiser (1679) lateinisch geschriebenen und von J. Barner (1705-1706) ins tschechische übersetzten wirtschftlichen Bücher, die mindestens viermal in Detschland herausgegeben wurden. Deren Kapitel über Hopfen haben die landwirtschaftlichen Schriftsteller noch im 19.Jhdt. gut kennengelernt. Ein Buch von Jiri Holik, das nach dem Bila Hora entstanden ist, auch mit Aufsätzen über den Hopfenanbau, wurde nie in tschechischer Sprache herausgegeben, dagegen wurde es an mehreren Orten in zwanzig deutschen Auflagen verlegt. Im Museum sind auch Literaturauszüge über den Hopfenanbau von einheimischen und mitteleuropäischen Autoren (Hochberg,Glorenz, Mehler, fuss u.a.), sowie ein tschechischer Aufsatz aus dem Lehrbuch von J.F. Kaube aus Litomerice (1833) ausgestellt. Klatovy 1533
D ie Erweiterung des Hopfenanbaues in Böhmen bis zur Mitte des 19.Jhdt. wird auf einer Landkarte aufgezeigt. Ende des 18.Jhdt. wurde der Hopfen zeitweise auf den Bauernhöfen und in Brauereien auf Darren getrocknet, in den Städten und Dörfern dann unter dem Dach auf Horden. Im 19.Jhdt. kam es aufgrund des Wachstums der Bevölkerung, besonders in den Industriegebieten, zur Erweiterung der Hopfenanbaufläche und zur intensieveren Durchsetzung von neuen besseren Technologie, z.B. der Hopfenpflege, der Benutzung von Industriedüngemitteln, der Erweiterung von Trocknungskapazitäten und schnellerer Trocknungsvorgänge.
I m 19.Jhdt. verbreitete sich rasch der Hopfenanbau an Gerüsten und konzentriert sich auf günstigste Standorte. Es wurden Lager-und Verpackungshallen für den getrockneten Hopfen gebaut. Man suchte nach immer besseren Lagerungs- und Transportmöglichkeiten (Schwefelung, Presung). Mit Nachdruck wurde die Qualität der wichtigsten traditionellen tschechischen Hopfensorten vor Fälschungen geschützt. Die Begutachtung der Provenienz Böhmen wurde schon anfangs des 16.Jhdt. bekannt und in den sechziger Jahren des 19.Jhdt. noch stärker verbreitet, seit in Saaz der Hopfenmarkt auf städtische und ländliche Bezirke aufgeteilt war. Die legislative Verankerung besteht seit dem Anfang des 20. Jhdt.
D Der Pflanzenschutz gegen Sädlinge und Krankheiten entwickelte sich seit dem 19. Jhdt. schnell (Rücken- und fahrbare Spritzgeräte, zug- und selbsfahrende Spritzen, Hilfsbehälter und Schutzmittel.) Ursprünglicher Hopfen aus den Anbaugebieten wurde in der zweiten Hälfte des 19.Jhdt. durch leistungsfähige Typen, Klone und Sorten (Semsch, Oswald, Neuzüchtungen) ersetzt.
E ine Museumsetage ist der Hopfenzüchtung an Stangen und Drahtgerüsten gewidmet. Nach der Zeit des bloßen Sammelns von Wildhopfen im frühen Mittelalter wurde auf tschechischem Gebiet Hopfen zweifellos schon im 11.-13.Jhdt an Stangen in Hopfengarten angelegt. Die ältesten Zeichnungen des Hopfens an Stangen aber kennen wir aus dem 16.Jhdt.(Cerny,1517, Hopfensiegel der Stadt Klatov 1533). Der Hopfen wurde von Hand gepflegt. In Anbaugebieten mit größeren Konzetrationen sind auch bestimmte Gebietsunterschiede der Pflegemethoden und der Entstehung von Anbausorten bekannt. Die Geräte waren ganz einfach: Holzpflüge, Holzspaten, Pflanzhacken,Messer, Steigleiter mit Schutzlehne, Bruchstangen etc. Diese einfachen Bearbeitungsmethoden wurden bis zum Anfang des 20.Jhdt angewandt. Die letzten Stangenanlagen sind in Böhmen 1957 und in Mähren 1981-3 eingengangen. Dieser, bisher längste Zeitabschitt der ursprünglichen Hopfenbehandlung, ist im dritten Stockwerk zu sehen. tools
D ie Hopfenanbauperiode auf Gegrüsten fing in der ersten Hälfe des 19.Jhdt. an. Die Belegung auf Gerüsten hat sich seit der Jahrhundertwende in Böhmen und Mähren bis nach dem zweiten Weltkrieg enorm erweitert. Mit der Erweiterung der Technologie sind bedeutenste Einrichtungen und Werkzeugveränderungen verbunden. Der Hopfenanbau in früherer Zeit ist gekennzeichnen durch die Benutzung von Zugtieren für die Bodenbearbeitung und durch die Entstehung ganzer Gruppen von Geräten, spezielle Pflüge, Hacken, Hilfsmittel für den Hopfengerüstbau. Im Zusammenhang mit weiteren Einflüssen und mit der Erweiterung der Anbauflächen ist es zu neuen Pflücksystemen, Trocknungsmethoden, Lagerung und Verpackung gekommen.
D ie ganze Periode wurde mit der technischen Schöpfungskraft und mit dem Hopfenanbau verbundenen Gewerben bezeichnet. Dieser wichtige Zeitabschnitt beginnt in den fünfziger Jahren des 20.Jhdt. im Zusammenhang mit der schnellen Durchsetzung von neuen Industriequellen. Interessant sind für den Besucher auch die Photographien und Literatur aus dieser Zeit, wie z. B. das den tschechischen Hopfen propagierende Plakat der amerikanischen Firma Anheuser-Busch aus den Anfangsjahren des 20.Jhdt.
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- I n einem eigenen Raum des Erdgeschosses wird der Beginn der Veränderungen gezeigt der Anfang des neuen Hopfenanbaues, neue Maschinen und neue Arbeitshilfsmittel wie Kammertrockner, neue Pflückmaschinen, Fahrzeuge mit Gummireifen, Traktor PT-10, Hopfenschneid- und Abreißmaschinen.
PT-10 -
- D ie Hopfenannahme in Lagern und Verpackungshallen hatte eine einige Ordnung. Hand- und Zugförderung und nur die Handmanipulation in den Lagern, anspruchsvolle Pressung, Schwefelung, Hopfenexpedition mit genauer Evidenz und Siegelung wurden Hauptelemente der täglichen Tätigkeit. In Museum befindet sich eine Originalpresse aus dem Jahre 1884, eine alte Nähmaschine zum Zusammennähen der Säcke und für die Verpackung und Hopfensiegelung notwendige Werkzeuge. Original ist auch die Schwefelkammer.
I In der Abteilung des Hopfentransportes ist es notwendig auf das Original einer Karre aufmerksam zu machen, die sogenannte Karrenschieber für den Transport des Verpackungshallen benutzen. Diese Arbeitersgruppe nur für die Stadt Saaz typisch. žebøiòák
B ei den Renovierungsarbeiten wurde ein Töpferoten mit Keramik entdeckt. Sie weist auf eine lange Geschichte und eine bedeutende und vielfältige Wirtschaftstätigkeit in der ehemaligen Königsstadt hin.

Adress: Chmelarske museum
Mostecka 2580
438 19 ZATEC
CZECH REPUBLIC
Ing.Jaroslav Urban
tel: +420-397-626125
mobil: +420-602-416140


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